In den Weihnachtsferien hat der angehende Zimmerer Maxi Kirr sein Wissen aus dem Berufsgrundschuljahr bereits angewandt: „Gemeinsam mit meinem Bruder und meinem Papa habe ich eine Futterraufe aus Holz für unsere Schafe gebaut", erzählt der 16-Jährige aus Pittenhart (Landkreis Traunstein) und: „Dafür habe ich zum Beispiel die Zapfenverbindungen gebraucht, die wir im BGJ gelernt haben.“
Die angehende Zimmerin Christina Hartl (17) vermisst den Praxisunterricht im Berufsgrundschuljahr. Denn seit Mitte November sitzt sie im Homeoffice. Deshalb übt sie zuhause in Palling (Landkreis Traunstein) die Zimmerer-Praxis: Vor kurzem hat sie mit ihrer Schwester und Vater Ludwig Hartl, selbst Zimmermeister, einen Anbau aus Holz errichtet.
Seit über vier Wochen ist das Überbetriebliche Bildungszentrum (ÜBA) der Bau-Innung München-Ebersberg geschlossen. Im Interview erklären der Leiter der Bildungsstätte Sebastian Posselt sowie Ausbilder und Zimmermeister Wolfgang Weigl, inwiefern sie Verständnis für die Schließung haben.
Ein Vierteljahrhundert arbeitete Markus Andres als selbstständiger Messebauer – doch dann kamen die Corona-Pandemie und damit Existenzängste. Deshalb startete der 50-Jährige im vergangenen September eine Zimmerer-Ausbildung beim Innungsbetrieb Zimmerei Leopold Göring in Starnberg. Andres sagt: „Das Zimmererhandwerk hat mir die Haut gerettet.“
Normalerweise verbringen BGJ-Zimmerer/Zimmerinnen viel Zeit in der Werkstatthalle. Coronabedingt war in den vergangenen Wochen allerdings Distanzunterricht angesagt. Im Interview erzählt Fachlehrer Markus Rösch von den Beruflichen Schulen Altötting, wie der Schulalltag für BGJ-Azubis aussah und, warum das Berufsgrundschuljahr unersetzlich ist.
Der Distanzunterricht hat Vor- und Nachteile, sagt Dieter Schmidt, er ist Fachgruppenbetreuer Holztechnik an der Josef-Greising-Schule in Würzburg. Im Interview erklärt er, wie der Schulalltag für BGJ-Zimmerer aktuell aussieht und, warum das Berufsgrundschuljahr unersetzlich ist.
Aktuell ist an der Berufsschule Bayreuth coronabedingt Homeschooling angesagt, die Azubis sitzen also zuhause vor dem PC und werden unterrichtet. Oberstudienrat Daniel Redwitz erklärt im Interview, wie das läuft und, warum das Berufsgrundschuljahr (BGJ) so wichtig ist.
Aktuell ist an der Berufsschule Immenstadt Homeschooling angesagt, die Azubis sitzen also zuhause vor dem PC und werden unterrichtet. Die Lehrer des Fachbereichs Zimmerer erklären im Interview, wie das läuft und, warum das Berufsgrundschuljahr (BGJ) so wichtig ist.
An 37 bayerischen Schulen hätte Zimmerer Richard Betz heuer sein Theaterstück „Mit Herz und Hand“ aufgeführt. Doch coronabedingt fiel seine Theatertour zum Großteil aus. Vor kurzem hat sich Betz für eine Alternative entschieden: Er will die Schüler per Video-Aufführung erreichen und ihnen das Zimmererhandwerk vorstellen – am 1. Dezember 2020 war die Premiere mit der Mittelschule Herzogenaurach.
Wenigstens einen Vorteil hat das Homeschooling für BGJ-Zimmerer Maxi Kirr (16) aus Pittenhart (Landkreis Traunstein): Er spart sich die zwei Stunden Busfahrt zur Berufsschule Traunstein und kann sich mehr um seine Schafe kümmern. Trotzdem freut er sich schon wieder auf das Miteinander in der BGJ-Klasse und den Praxis-Unterricht.